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Funktionseinheit Zwerchfell - Beckenboden

Das Zwerchfell ist ein, großer, flacher Muskel, der unseren Rumpf auf der Höhe der untersten sechs Rippen in den Bauch- und Brustraum unterteilt.

In Ruhelage wölbt sich unser Zwerchfell wie eine Kuppel in unseren Brustraum.
Das Zentrum des Zwerchfells wird von einer Sehnenplatte gebildet, von der die Muskelfasern zu allen Seiten ausstrahlen.

Bei der Einatmung ziehen sich diese Muskelfasern zusammen und das Zwerchfell flacht ab.
Der Brustraum vergrößert seinen vertikalen Durchmesser und die Atemluft strömt ein.
Das Zwerchfell hat sich in den Bauchraum verlagert und der Bauchinhalt wird nach unten und außen geschoben.
Die Bauchwand und der Beckenboden sind entspannt und geben nach.

Während der Ausatmung entspannt sich das Zwerchfell und wölbt sich wieder kuppelförmig in den Brustraum hinein.
Es gibt so dem Druck der Bauchorgane nach, die sich nach oben ausdehnen und eine Sogwirkung auf den Beckenboden ausüben. Unterstützt wird dieser Vorgang durch die Arbeit der Bauchmuskulatur.
So werden unsere Organe ca. 500 Meter jeden Tag herauf und herunter bewegt, und der Beckenboden schwingt parallel zu unserem Zwerchfell mit. Diese Massage regt die Tätigkeit der Organe an. Bei einer nicht aufrechten Haltung nimmt die Organbewegung ab, was die Gefahr von Verstopfung birgt.

Um den Beckenboden zu schützen, sollte jede Art der Anstrengung mit der Ausatmung erfolgen.
Wenn es schwer fällt sich daran zu gewöhnen, ist es hilfreich, anstrengende Tätigkeiten verbal (hoch, hop...) zu begleiten. Das verhindert ein Anhalten der Luft und somit eine Fehlbelastung des Beckenbodens.


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