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Die Blase und ihre Funktion:

Die weibliche Blase liegt hinter dem Schambein und grenzt an Gebärmutter und Scheide.
Über die Harnleiter gelangt der ständig von den Nieren produzierte Urin (1ml/kg/h) in die Harnblase.
Aufgabe der Harnblase ist die zuverlässige Speicherung von Urin (Kontinenz) und die bewußte Abgabe von Urin (Miktion).

Der Blasenmuskel ist ein muskuläres, elastisches Hohlorgan und und ändert seine Lage und Form, je nach Füllungszustand.
Er kann zwischen 300 und 600 ml Urin speichern.


Grafik: BeBo

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In vier Schritten zum Wasser lassen:

(1) Speicherphase:
Die Harnröhrenschließmuskeln und die Beckenbodenmuskeln angespannt, sie unterliegen uneserer Willkürmotorik.
Der Blasenmuskel ist entspannt.Der Druck steigt bis zur vollständigen Füllung nur gering an.
Wenn die Blase ungefähr halb gefüllt ist, istder sog. erste Harndrang spürbar. Die vollständige Füllung wird von sensiblen Nervenfasern an das Blasenzentrum im Rückenmark und Gehirn gemeldet.
In dieser Phase kann der Verschlußdruck der Harnröhre durch Zunahme der Beckenbodenspannung erhöht werden,
damit es zu keiner vorzeitigen Blasenentleerung kommt.

(2) Eröffnungsphase:
Nach Erreichen der Toilette weitet sich der Blasenhals trichterförmig. Gleichzeitig entspannen sich die Harnröhren- und Beckenbodenmuskeln.

(3) Entleerungsphase:
Der Blasenmuskel spannt sich an. Der Urin fließt ab.

(4) Verschlussphase:
Der Urinfluß versiegt. Die Harnröhren- und Beckenbodenmuskeln spannen sich wieder an. Die Trichterbildung verschwindet.
Der Blasenmuskel entspannt sich und die Speicherphase beginnt von vorn.

Die meisten Menschen entleeren ihre Blase 5 - 8 mal am Tag und 0 - 1 Mal in der Nacht.
Ein Miktionstagebuch gibt einen guten Überblick über die Trink- und Entleerungsgewohnheiten. Für den Allgemeinpraktiker, Gynäkologen oder Urologen ist der Kalender ein wertvolles Hilfsmittel für die Diagnosestellung.

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